Was können wir deiner Meinung nach aus der Corona-Zeit lernen oder mitnehmen?

Dieses Thema war auch immer wieder in den Medien präsent, man hat diskutiert, debattiert und manchmal gestritten. Ich finde spannend, was wir auch für uns selbst, auf „kleiner“ Ebene lernen können und konnten. Und das ist für jeden von uns oftmals etwas persönliches.

Diese Beiträge sind nicht gekürzt oder zusammengefasst, hier soll und darf alles Platz finden. Daher ist dieser letzte Artikel sehr lang, nehmt euch also etwas Zeit, falls ihr alles in Ruhe lesen möchtet.


Dass wir weniger brauchen als wir meist denken. Dass wir besser Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können und das Unwichtige beiseite lassen.

Händewaschen, die wichtigen Jobs sind meistens unterbezahlt, das sollten wir ändern.

Mehr Demut über das was wir haben.

Worauf es wirklich ankommt.

Das systemrelevante Jobs bessere Bedingungen und Gelder bekommen sollten. Und der Umgang der Menschen untereinander! Respektvoll, hilfsbereit und fürsorglich!

Weniger tun müssen in Arbeit- und Privatleben.

Wir gehören zusammen und brauchen uns gegenseitig. Manche Arbeit ist unfassbar unterbewertet, andere genauso überbewertet. Die Starken sind nur stark, weil auch sie getragen werden, auch wenn sie es nicht bemerken.

Entschleunigung ist etwas Tolles.

Entschleunigung! Dass wir weniger voneinander und von der Welt verlangen und zufrieden und dankbar sein können für das, was wir alles haben. Auch mit Einschränkung ist das noch so vieles … Dass auch ohne tausende Flüge am Tag die Welt sich weiterdreht und die Erde aufatmen darf.

Die schöne Zeit genießen und gelassener sein.

Ich habe das Gefühl, dass das Menschliche in dieser Zeit wieder in den Fokus der Gesellschaft gerückt ist. Im Kapitalismus rückt dies häufig in den Hintergrund. Wir Menschen stellen fest, dass jeder von diesem Virus betroffen sein kann. Von der ärmsten Person, bis hin zu den Reichsten und Mächtigsten. Der Mensch ist vor dem Virus gleich und das verbindet uns. Die Kategorie „wir vs. die“ wird ein wenig aufgehoben und es wird wahrgenommen, dass wir alle einfach nur Menschen sind. Das ist eine sehr wichtige Erfahrung, meiner Meinung nach.

Wie wichtig Hygiene und Zeit für sich selbst ist.

Wenn wir aufmerksam werden auf die vielen positiven Nebenwirkungen, die dieser Virus neben allem Schrecklichen mit sich bringt, können wir dem Ganzen sicher auch Gutes abgewinnen. Ich sehe die vielen, vielen Punkte, in denen die Welt vielleicht so etwas wie einen globalen Burnout gebraucht hat, der uns dazu zwingt uns auf das Wesentliche zu besinnen, wieder die scheinbar normalsten Dinge wertzuschätzen, wieder zu sehen, wo jemand in der Umgebung Hilfe braucht und diese angeboten wird, mit allem achtsamer zu sein … Ich glaube, dass das gerade massenhaft Menschen auf der Welt wahrnehmen und wenn jeder einzelne und wir als Weltgesellschaft daraus wirklich lernen und hoffentlich in Zukunft einiges besser machen, kann es auf jeden Fall einen großen Sinn gemacht haben. Es zeigt uns, dass es nicht ewig mit „schneller, höher, besser, weiter“ funktioniert, sondern dass sich manchmal alles langsamer drehen muss, damit wir noch mitkommen. Ich hoffe, dass die schlecht bezahlten Berufsgruppen, die im Moment vollen Einsatz bringen bald auch beim Gehalt die Wertschätzung erfahren, die sie verdient haben, dass sich das globale Flugverhalten verändert, weil damit die CO2 Emissionen enorm heruntergefahren werden können, dass die Menschen wieder die Wertschätzung für alles scheinbar selbstverständlich Alltägliche bekommen. Das ist es, wofür ich bete! Dass wir daraus lernen und es schaffen, gemeinsam das Schreckliche mit Gutem zu überwinden und besser miteinander und mit der Welt weiter zu machen!

Darauf zu hören, was die Politiker uns mitteilen, Verbote einzuhalten und unseren Wohlstand in Deutschland zu respektieren — siehe die Situation in New York u.a.

Das zu schätzen, was wir haben!

Solidarität.

Liebe ist trotz Grenzen da.

Mehr Gelassenheit und Entschleunigung in unseren Alltag einbauen. Offen und flexibel gegenüber neuen Arbeitsmodellen — z.B. Homeoffice, Online Schooling, etc. — werden. Zusammen halten, positiv bleiben und das Beste aus jeder Situation machen.

Ich denke, man lernt den normalen Alltag und die einfachen Dinge wieder neu zu schätzen. Ich finde die Corona Zeit erinnert einen wieder daran, dass man als Gemeinschaft auf der Erde ist und ich hoffe, dass die Bereitschaft, Solidarität zu zeigen, auch weiter bleibt.

Sich Zeit für die wichtigen Dinge zu nehmen.

Bewusster leben.

Vielleicht muss nicht immer so viel gleichzeitig laufen oder geplant werden. Es braucht gar nicht so viel Konsum, um zufrieden zu sein.

Den Wert eines leckeren Essens oder Kuchens.

Die Kreativität, die solch eine unvorhergesehene Veränderung freisetzt.

Ich würde gerne sagen ein besseres Miteinander, habe aber eher noch mehr Egoismus bei meinen Mitmenschen erfahren. Ich hoffe, dass man in Zukunft die Pflegeberufe mehr schätzt, als zu meiner Zeit.

Dass die Freiheit, die wir vorher genossen haben, nicht selbstverständlich ist.

Die Fähigkeit, den Moment zu genießen und das Beste aus gegebenen Situationen zu machen.

Welche Berufsgruppen mehr Anerkennung und Lohn für die essentielle Arbeit verdienen.

Dass eine europäische Lösung besser gewesen wäre.

Gemeinschaftsgefühl, Solidarität, Menschlichkeit.

Rücksicht auf andere nehmen und ihre Gesundheit schätzen.

Füreinander da sein und einander helfen.

Sich nicht über Unnötiges zu viele Gedanken machen.

Zusammenhalt ist wichtiger denn je.

Einen Gang ‚runter schalten.

Schule ist nicht alles.

Geh‘ mehr in die Natur, sei demütig, besinne dich, was wichtig ist.

Man sollte stets zufrieden und dankbar sein über das, was man hat, da sich die Dinge schnell ändern können.

Medizinisches Personal ist mega wichtig und muss mehr Gehalt bekommen und an Ansehen gewinnen. Ebenso Verkäufer, Kassierer, LKW-Fahrer, Bus- und Bahnfahrer, Bäcker, etc. Krankenhäuser dürfen auf keinen Fall wie ein Unternehmen geführt werden und Gewinn machen müssen.

Dankbarkeit für systemrelevante Berufe.

Digitalisierung und damit die Home-Office-Möglichkeiten fördern.


Kam im Laufe der Zeit noch etwas hinzu? Nutzt auch hier gerne die Kommentarfunktion, um zu unserer Sammlung beizutragen!

Schreibe einen Kommentar